Das Klettenlabkraut
Galium aparine
Das kriechende und klebende Klettenlabkraut ist ein häufiger Begleiter von Hecken, Ackerrändern und Wildkrautbrachen. Es wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Lehm- und Tonböden...
Es gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und blüht im Frühsommer mit kleinen, vierblättrigen, sternförmigen Einzelblüten. Als einjährige Pflanze besitzt es nur schwach ausgebildete Wurzeln – trotz der bis zu zwei Meter langen, verzweigten, vierkantigen Stängel.
Die gesamte Pflanze – Stängel, Blätter und Fruchtstand – ist mit kleinen Borsten besetzt. Diese ermöglichen es dem Kraut, sich an benachbarten Pflanzen oder Oberflächen wie Kleidung, Haaren oder Tierfellen festzukrallen und daran hochzuranken.
Die Samen reifen zwischen September und Oktober. Getrocknet und geröstet können sie als koffeinfreier „Klettenkaffee“ aufgebrüht werden.
Verwendung in der Küche
- Blätter und Triebe: entsaftet, für Suppen oder Smoothies
- Gedünstete Blättchen: für Bratlinge, Aufstriche, Salate
- Blüten: essbare Dekoration
- Getrocknete Blätter: Tee
Heilwirkung
Lymphflussanregend, entzündungshemmend, harntreibend und blutreinigend.
Historisches
Seit jeher in Mitteleuropa heimisch, heute weltweit verbreitet.
Verwechslungsgefahr?
Kaum möglich – höchstens mit dem Echten Labkraut (Galium verum).
Autorin: Viola Völk
Quellennachweis
- Essbare Wildpflanzen – AT Verlag
- Wikipedia